Erstellt am 25. Oktober 2026 von Regens Dr. Wolfgang Lehner

Radikal Franziskus – Jugendvesper mit Bruder Stefan

„Wie würden Sie den heiligen Franziskus mit einem Begriff beschreiben?“ Mit dieser Frage an einen echten Franziskaner startete die Jugendvesper, die den Heiligen aus Assisi in ihren Mittelpunkt gestellt hat. „Franziskus war vor allem radikal“, so brachte Bruder Stefan Federbusch ofm aus dem Münchener Franziskanerkloster St. Anna seinen Zugang zu Franziskus auf den Punkt. In seinem Eingangsstatement erläuterte Bruder Stefan, was er damit meinte: Franziskus war radikal bei seiner Suche nach Gott, in seinem Zugang zu seinen Mitmenschen und seiner Mitwelt und in seinem Streben nach Frieden unter den Menschen. „Pax et bonum“, so lautete stets sein erster Gruß: Frieden und Gutes für alle.

In mehreren Stationen konnten die Jugendlichen nach dem ersten Impuls vertiefen, wie Franziskus seinen Glauben lebte, und für sich entdecken, wo der Heilige aus Assisi für sie und ihren Alltag Anregung geben kann. Frieden, Armut, Gerechtigkeit, Umwelt: Die Themen, die Franziskus anspricht, sind auch heute hochaktuell. Einfach und anspruchslos zu leben ist dabei in unserer konsumorientierten Zeit gar nicht so einfach möglich.

Die abschließende eucharistische Anbetung führte zu einem weiteren Aspekt der Theologie des Franziskus. Franziskus dachte sehr konkret: So feierte er Weihnachten, die Menschwerdung Jesu Christi mindestens so intensiv wie das Osterfest, erläuterte Bruder Stefan im Impuls vor der Anbetung. Ebenso konkret war die Verehrung des Franziskus für die Eucharistie, denn sie ist die einzige Gestalt, unter der wir Jesus Christus anschauen können. In der eucharistischen Andacht bündelten sich damit die einzelnen Fäden aus den Stationen wieder

Intensiv und berührend war auch bei dieser Jugendvesper die Stille bei der eucharistischen Anbetung: Jesus Christus war nicht nur die Mitte des Lebens von Franz von Assisi, er war auch wieder die Mitte des gemeinsamen Abends, zu dem Jugendliche aus Dachau, Olching, Rott am Inn, Raubling und anderen Orten zusammengekommen waren. Ganz besonders war diese Jugendvesper nicht nur wegen der Impulse von Bruder Stefan, dem noch einmal ein ganz herzliches „Vergelt’s Gott!“ gilt, sondern auch durch die Musik: Den Gottesdienst hat diesmal nicht die Hausgemeinschaft, sondern die Jugendband aus Raubling musikalisch ganz wunderbar gestaltet. Eine Premiere, dass unsere Gäste für die Musik (nicht nur im Gottesdienst, sondern auch anschließend im Stüberl) sorgten! Wir freuen uns auf die nächste Jugendvesper am 22. Januar!