Erstellt am 23. Mai 2026 von Bernhard Stürber

Diakonenweihe am Pfingstsamstag 2026

Am Pfingstsamstag 2026, 23. Mai 2026,  wurden im Dom zu unserer lieben Frau in München in einer feierlichen Bischofsmesse, musikalisch gestaltet von der Capella Cathredalis, einem Vokalensemble des Domchors und den Dombläsern unter der Leitung von Domkantor Benedikt Celler, drei Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet unseres Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx zu Diakonen geweiht.

Zu Diakonen wurden geweiht

  • der 28-jährige Florian Heptner aus Taufkirchen (Landkreis München), der momentan im Pfarrverband Amerang (Landkreis Rosenheim) eingesetzt ist,
  • der 26-jährige Florian Kruppa aus Putzbrunn (Landkreis München), der während des Pastoralkurses in den Pfarrverbänden Buchbach und Obertaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) wirkt,
  • sowie der 33-jährige Patrick Meddeb aus Irschenberg (Landkreis Miesbach), dessen aktueller Einsatzort Wolfratshausen (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ist.

In seiner Predigt mahnte Kardinal Marx, dass es „keine Kirche der Zukunft ohne den Blick auf die Armen an Leib und Seele“ gebe und gab den Weihekandidaten als Auftrag mit: „Schaut auf die, die nicht immer da sind, die am Rande sind oder sich am Rande fühlen! Schaut auf die, die vernachlässigt sind, besonders auf die jungen Menschen!“ Zudem hob der Kardinal hervor, dass Diakone, Priester und Bischöfe „Männer des Gebetes“ sein sollen. „Das Gebet ist ein unglaublich starker Ort, der uns Kraft gibt, der uns in die Begegnung mit Gott hineinführt und den Horizont weitet“, so Marx. „Im Gebet geben wir das Leben, weil unser Leben dann nicht um sich selber kreist, sondern weil es genommen ist in die große Wirklichkeit Gottes, die alle Menschen umfasst.“ Zudem bat der Erzbischof von München und Freising die Weihekandidaten zu versuchen, dass deren Versprechen der Ehelosigkeit „ein Zeichen wird, dass ihr euer Leben gebt“. Das Versprechen bedeute nicht einfach Verzicht, so Marx, „sondern ihr gebt etwas“. Um dieses Zeichen willen halte die Kirche daran fest, wenngleich es in Zukunft auch neue Formen geben könne.

 

Fotos: Robert Kiderle ©