von Bernhard Stürber

Diakonenweihe 2019

Am Pfingstsamstag 2019 wurden im Liebfrauendom zu München in einer festlichen Bischofsmesse, musikalisch gestaltet von der Capella Cathredalis und Bläsern der Münchner Dommusik unter der Leitung von Benedikt Celler mit der „Missa mundi“ des verstorbenen Münchner Domorganisten Franz Lehrndorfer (1928 – 2013) sowie Kantoren des Münchner Priesterseminars, zwei Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet unseres Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx zu Diakonen geweiht.

Zu Diakonen wurden geweiht: Jasper Gülden (28) aus der Pfarrei St. Ludwig in München, der derzeit im Rahmen seines Pastoralkurses im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen (Landkreis Dachau) eingesetzt ist, und Andreas Kolb (26) aus der Pfarrei St. Nikolaus in Mühldorf am Inn, der in seinem Pastoralkurs im Pfarrverband Obing (Landkreis Traunstein) tätig ist. Die Weihekandidaten haben Theologie studiert und bereiten sich derzeit im Rahmen des zweijährigen Pastoralkurses in der praktischen Ausbildung in einem Pfarrverband auf ihre Arbeit als Priester vor..

In seiner Predigt betonte Kardinal Marx, die Entscheidung der Weihekandidaten für den Weg zum Priesteramt sei ein Zeichen für die Freiheit, die Gott den Menschen gegeben habe. Nur weil die Menschen frei seien, seien sie Bilder Gottes. „Der Mensch, der sich ständig alle Türen offen hält, der sich nie entscheidet“, bleibe unvollkommen und lebe ein Leben unter Vorbehalt. Nur wer sich in Freiheit binde, werde ein erfülltes Leben finden. Der Erzbischof rief die Weihekandidaten dazu auf, ihre persönlichen Begabungen und Fähigkeiten für ihren Dienst einzusetzen. „Die Kirche ist nicht für sich selber da, sondern für die Menschen“, so der Kardinal wörtlich. Beim Dienst in der Nachfolge Jesu müsse sich der Blick auf alle Menschen richten. Dieser Blickwinkel sei entscheidend, „sonst kreisen wir um uns selber“

Eine festliche Fortsetzung fand der Weihegottesdienst dann im Priesterseminar mit einen gemeinsamen Mittagsmahl.

Fotos: Robert Kiderle ©