von Bernhard Stürber

Diakonenweihe 2017

Am Pfingstsamstag 2017 wurden im Liebfrauendom zu München in einer festlichen Pontifikalmesse, musikalisch gestaltet von der Capella Cathredalis und Bläsern der Münchner Dommusik mit der Stephanus-Messe von Max Eham (1915 – 2008) sowie Kantoren des Münchner Priesterseminars, vier Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet unseres Erzbischofs Reinhard Kardinal Marx zu Diakonen geweiht, darunter auch ein Ordensmann von den Schönstatt-Patres.

Zu Diakonen wurden geweiht: Thomas Belitzer (31) aus der Pfarrei Unsere Liebe Frau in Tacherting (Landkreis Traunstein), Pastoralkurs im Pfarrverband Ampfing (Landkreis Mühldorf am Inn); Ferdinand Bergrab (26) aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Miesbach (Landkreis Miesbach), Pastoralkurs im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau (Landkreis Garmisch-Partenkirchen); Markus Nappert (25) aus der Pfarrei St. Bartholomäus in Moosach (Landkreis Ebersberg), Pastoralkurs im Pfarrverband Röhrmoos-Hebertshausen (Landkreis Dachau); Frater Robin Chambannukaran (32) aus der Diözese Kerala (Indien), Mitglied im Säkularinstitut der Schönstatt-Patres.

In seiner Predigt ging Kardinal Marx auf die Gestalt des dreigestuften Amtes ein. Zum unveränderbaren Wesen des dreifachen Amtes von Diakon, Priester und Bischof in der katholischen Kirche zähle die Berufung des Amtes von Christus her: „Er gibt die Grundgestalt des Amtes vor“, so Kardinal Marx. Niemand könne Amtsträger in der Kirche werden, der nicht Christus nachfolgt. „Wie Jesus gelebt hat, so wollen auch wir versuchen zu leben“, sagte Marx. Dies beinhalte vor allem Gehorsam und die Bereitschaft, immer wieder neu aufzubrechen, „Neues zu wagen, an neue Orte zu ziehen, neuen Menschen zu begegnen und neue Sprachen zu lernen“. Es handle sich um „eine nomadische Existenz“, erläuterte der Kardinal.

Gerade zum Amt des Diakons gehöre auch die „Hinwendung zu den Kranken, Armen, Ausgestoßenen, Schwachen“, betonte der Kardinal. Es gebe keine Nachfolge Christi und keine Gemeinschaft der Kirche „ohne Blick auf die Armen, ohne Blick auf die Peripherie“. Niemand könne „wirklich fruchtbar, segensreich Amtsträger der Kirche sein, der nicht liebt“.

Wir gratulieren den neuen Diakonen von Herzen und nehmen Anteil an ihrem Dienstantritt. Gottes Segen für all ihr Beten und Predigen, ihr Arbeiten und Feiern, ihr Reden und Hören und ihr ganzes Dasein im Volk Gottes!

(Fotorechte: © 2017 – Robert Kiderle)