Die Felixalm

Über dem Inntal bei Oberaudorf, an der großen Trasse München – Rom, liegt die kleine Felix-Alm, eine idyllische Lichtung an der Südflanke des Wildbarren in etwa 1100 m Höhe. Zwei Hütten, eine Feuerstelle, ein Feldkreuz, eine Wiese und eine Schneise im Wald, die bei guter Sicht den Blick auf den Großglockner freigibt, bilden ein Ensemble, bei dem vielen Seminaristen (und ehemaligen Seminaristen) das Herz aufgeht, wenn sie daran denken. Die Alm gehört dem Priesterseminar und steht den Seminaristen als Ausflugs- und Erholungsort zur Verfügung.

Es war der damalige Finanzdirektor Dr. Friedrich Fahr, der 1985 dafür sorgte, dass die Felix-Alm in den Besitz des Priesterseminars kam. Er wußte: Zu jedem Stadtpalazzo gehört eine Landvilla, wie schon im alten Rom. Deshalb hielt er Ausschau nach eine „locus amoenus“ und stieß auf die Felix- Alm. Die bäuerliche Bewirtschaftung war längst nicht mehr rentabel, aber als Ausflugsziel für die berg- oder naturbegeisterten, studiengestressten Studenten des Priesterseminars bietet der Ort jede nur wünschenswerte Annehmlichkeit – abgesehen vom ca. dreiviertelstündigen Aufstieg. Über Jahre hin war es üblich, dass sich die Neupriester nach ihrer Weihe vor der Primiz für ein paar Tage dorthin zurückzogen. Heute sind es einzelne Studenten oder kleine Gruppen, die dorthin Ausflüge machen. Übernachtungsplätze im Matratzenlager sind reichlich vorhanden, Strom und fließendes Wasser ermöglichen die Selbstversorgung auch für Anlässe, die nicht als „survival training“ gedacht sind.