Unser Haus

Das Priesterseminar in der Georgenstraße in München ist nun schon für einige Generationen von Priestern der Ort, wo sie die intensiven Jahre des Studiums und der Berufsentscheidung verbracht haben. Und doch hört man immer noch, und nicht selten, wenn die Rede auf das Priesterseminar kommt: “Ach, in Freising?” Dass sich die gedankliche Verbindung zu Freising, dem früheren Sitz des Priesterseminars, so dauerhaft hält, liegt wahrscheinlich daran, dass bis heute die Priesterweihe im Freisinger Mariendom gefeiert wird. Und an der nachhaltigen Prägung, die die Priesterschaft aus den Jahren des Priesterseminars mitnimmt. Eine solche Kraft und Bedeutung ist dem neuen Haus in München auch zu wünschen.

Das Seminar in der Georgenstraße ist in erster Linie für die Priesterkandidaten da, die in München studieren: Hier brüten sie über den Büchern, hier debattieren sie beim Kaffee die Neuigkeiten aus dem Erzbistum und aus der Welt, hier knien sie vor dem Allerheiligsten, hier finden sie den Freund, der einem hilft, sich über die Berufung klar zu werden. Zur Institution Priesterseminar gehören aber auch noch die auswärtigen Seminaristen, die das propädeutische Jahr in Passau absolvieren, die auf dem dritten Bildungsweg oder in Rom oder in der Externitas studieren, oder die im Pastoralkurs bereits in einem Pfarrhaus wohnen. Für alle ist die Georgenstraße die zentrale Anlaufstelle. Hier werden die entscheidenden Gespräche mit dem Regens geführt, hier finden verschiedenste Veranstaltungen und Ausbildungselemente statt, hier trifft man die anderen Seminaristen. Auf diese Weise bekommt das Haus sein Gesicht und wächst ihm Geschichte zu. Wir stellen es hier vor.