Projekt Innenhof – ein Stück Beschaulichkeit mitten im Seminarbetrieb Der Spendenzufluss ist erfreulich … Aktuelles und Genaueres ganz unten. Beim Neubau des Priesterseminars vor 25 Jahren hat man die erzwungene Rücksichtnahme auf eine große Buche dazu genutzt, dem Foyer der Kirche eine grüne Insel vorzulagern, aber anscheinend keine weitere Gestaltungsidee damit verfolgt. Über die Jahre machte dieser Innenhof mit seinem von Efeu überwucherten Boden einen trostlosen und vernachlässigten Eindruck. Im Sommersemester 2006 wurde ein erster Anlauf unternommen, den Hof aus eigenen Kräften neu und sauber zu gestalten. Studenten leisteten die Gartenarbeit, Regens Dr. Baur trug ein Scherflein bei, um die Kosten für das Seminar gering zu halten. Der Efeu wurde gerodet, ein umlaufender begehbarer Kiesrand geschaffen, und die Anpflanzung von Schattenrasen versucht. Das ist insofern nicht gelungen, als der Rasen nicht gedeihen konnte. Damit besteht der unbefriedigende Zustand einer nur halb gelungenen Gestaltung. Der Innenhof dient vor allem als wohltuendes Schauobjekt, auf das man beim Verlassen der Kirche, beim Weg zu und von der Bibliothek und zu und von Kursveranstaltungen in der Aula und während der Veranstaltungspausen blickt. Der Stadtbewohner sieht sonst nicht viel Grünes um sich herum. Im umlaufenden „Kreuzgang“ ist Sitzgelegenheit. Kleine Gruppen und einzelne Studenten lassen sich gern zu Gesprächen, zur Lektüre und zu spontaner Geselligkeit dort nieder. Auch Rauchergrüppchen pflegen sich dort aufzuhalten. Zu einzelnen Anlässen finden während des Sommersemesters Feste statt. Dann sind dort Tische und Stühle für viele Gäste aufgestellt. Gäste, das sind nicht nur die Mitstudenten und die Eltern der Seminaristen zu entsprechenden Gelegenheiten, sondern einmal auch immer die Armen, die das Jahr über an der Pforte verköstigt werden und einmal zu einem großen BISS-Fest eingeladen sind. Ab und zu finden liturgische Prozessionen statt, die den Umgang einschließen. Der Buchs liefert oft und bequem ein Büschel Zweige zum Versprengen von Weihwasser. Als Vorraum zur Kirche bildet der Innenhof zusammen mit dieser den Ort der Beschaulichkeit, den Ruhepol inmitten des betriebsamen Seminarlebens. - Ort der Beschaulichkeit Der Innenhof soll zuerst und vor allem ein Schau-Objekt sein. In der kalten Jahreszeit während des Wintersemesters wird man sich dort kaum aufhalten. Aber täglich fällt unser Blick darauf beim Verlassen der Kirche. Jeder Kurs, der sich versammelt, um in der Aula zu arbeiten, hat ihn vor Augen, solang die Teilnehmer eintreffen und im Foyer beisammen stehen. Die geometrischen Formen der Gestaltung, der zurückhaltende Respekt vor dem architektonischen Grundriss, die hegende Einfassung der großen Buche werden daraus einen „ansehnlichen“ Raum machen, einen Ort der Beschaulichkeit. - Vorhof zur Kirche Die Platzierung und Grundriss des Innenhofs machen ihn zum Kreuzgang. Er liegt der Kirche gegenüber und hat teil an ihrer Funktion, Mittelpunkt des ganzen Hauses zu sein. Er lagert sich unmittelbar ans Heiligtum an und öffnet ins Freie, in die Natur, in die Luft, in den Himmel. Gediegenes Material ist obligat an dieser Stelle. Das Element des Wassers, ein Brunnen, hat Tradition in dieser Art von Kreuzgang. Und was wäre eine Kirche St. Johanne der Täufer ohne fließendes Wasser. - Labsal für Auge, Ohr und Lunge Im Mittelpunkt wird ein Brunnen sein: sanftes Plätschern, funkelnde Wassertropfen, flüchtige Lichtreflexe. Um ihn herum der Umgang, ausgesetzter, tiefer und geschützter, höher, wie es einem guttut. Den Wind werden wir bei uns haben, gemildert durch die Mauer und Bedachung, aber wahrnehmbar als Rauschen in den Blättern, als bewegtes Licht, das durch die Zweige dringt. Man wird hinaustreten und aufatmen. Als Vorbild kann der Landschaftsarchitekt Peter Kluska zurückgreifen auf den Brunnen, den er neben der Allerheiligen Hofkirche in München gestaltet hat. - Festlicher Rahmen Belebt wird es sein, wenn wir uns zu besonderen Anlässen mit unseren Gästen in den Hof hinaus setzen. Über den Sommer 2009 fand eine Ausschreibung statt. Regens Dr. Franz Joseph Baur war sich mit dem Kunstreferenten Dr. Norbert Jocher und dem Baureferenten Hans-Jürgen Dennemarck schnell einig, das man unter den vorliegenden Entwürfen von drei Landschaftsarchitekten den Vorschlag von Peter Kluska weiterverfolgen sollte. Die erste Planskizze wird hier gezeigt. Zu einem Teil werden die Kosten für die Neugestaltung des Innenhofs vom Erzbistum übernommen. Das wurde vom inzwischen aus dem Amt geschiedenen Finanzdirektor Dr. Sebastian Anneser zugesagt. Es handelt sich gewissermaßen um das Geschenk des Erzbistums zum 25. Geburtstag des Priesterseminars an der Georgenstraße. Ein weiterer Anteil, so ist geplant, soll als außerordentlicher Haushaltszuschuss von der Erzbischöflichen Klerikalseminarstiftung aufgebracht werden. Als eigenen Beitrag des Priesterseminars hat der Regens versprochen, Spenden einzuwerben. Der Betrag, der auf diese Weise zur Realisierung des Projekts notwendig ist, liegt bei 30.000€. Herzliche Bitte um großzügige Unterstützung! Die Spendenaktion hat kurz vor Weihnachten 2009 begonnen. Zuerst wurden die Weihejahrgänge der letzten 25 Jahre angeschrieben. Sie haben dieses Haus als ihr Priesterseminar erlebt. Dann kamen die Professoren der Katholisch Theologischen Fakultät und die Prominenz des Ordinariats an die Reihe, sowie einige befreundete Institutionen. Ferner wurden die Firmen angeschrieben, die über die Jahre hin immer wieder hier tätig waren. Auch im privaten Freundes- und Bekanntenkreis wirbt der Regens für sein Projekt. Inzwischen werden die Flyer mit den Spendenaufrufen bei jeder Gelegenheit unter die Leute gebracht. Das Echo ist bisher besonders bei den Kaplänen der letzten Weihejahrgänge ganz erfreulich. Da haben einige tief in die Tasche gegriffen, um uns zu unterstützen – ein großartiges Zeichen der Verbundenheit der Ex-Alumni mit ihrem Priesterseminar. Durch viele kleinere Beträge quer durch die Weihejahrgänge wächst das Gefühl, dass wir als Priesterseminar wirklich unseren Platz im Herzen des Diözese haben. Sehr beachtlich sind auch eine ganze Anzahl von Spenden in beträchtlicher Höhe aus dem Kreis der Katholischen Süddeutschen Studentenverbindung Alemannia, der der Regens angehört. Allen Spendern ein herzliches Vergelt’s Gott! Im Moment (21.1.2010) liegt das Spendenbarometer bei gut 8.000 €. Das ist ein guter Anfang, aber der weitaus größere Teil fehlt uns noch. Bitte weiter spenden und werben! … ist mit der Zielmarke Juni 2010 anvisiert. Ein guter Tag für die Einweihung wäre die Feier des Patroziniums am 19. Juni 2010. - Die Sache nimmt Gestalt an
Die Planungen für die Neugestaltung des Innenhofs halten Schritt mit dem Spendenbarometer, das bereits auf beachtliche Höhe gestiegen ist. Im neuesten Plan haben sich kleine Veränderungen ergeben: Mit Rücksicht auf die große Buche wird der Brunnen etwas nach hinten gerückt. Das Brunnenbecken ist damit nicht mehr kreisrund geplant, sondern lehnt sich halbrund an den Umgang an. Eine wichtige Entscheidung war: Frischwasser oder Umwälzsystem? Obwohl die Brunnen in Rom alle mit Frischwasser gespeist werden (ein nicht unmaßgebliches Vorbild), obwohl das auch in München, z.B. beim Fischbrunnen auf dem Marienplatz, so ist; und obwohl es ökologisch bedacht durchaus vertretbar wäre, das saubere Wasser auf seinem Weg vom Alpenrand zur Donau durch unseren Hof laufen zu lassen, haben wir uns für das Umwälzsystem entschieden. Die erste Investition in eine Brunnenstube mit Tank und Filteranlage ist zwar teurer. Aber die Wasserrechnung, die sonst zu erwarten wäre, würde diese Kosten bereits im dritten Jahr übertreffen. Auf diese Weise wird nun reichlich Wasser für drei kleine Fontänen zur Verfügung stehen, die auch nicht so schnell verkalken wie mit Frischwasser, und die Filteranlage wird es so sauber halten, dass sich niemand den Magen verdirbt, der davon versehentlich einen Schluck erwischt. Gleichzeitig mussten wir ans Sparen denken. Deshalb werden die Holzbänke, die noch im nebenstehenden Plan für den Umgang vorgesehen sind, erst einmal nicht angeschafft. Sitzgelegenheiten sind durch die schon vorhandenen festen Steinbänke gegeben. Durch Anhebung des Bodenniveaus im Hof, kann man sich auch nach innen hin setzen und sich mit Blick auf die niedrige Buchshecke in einen barocken Pfarrgarten versetzt fühlen.Die Sache nimmt Gestalt an. Deshalb mein Aufruf: Wer noch nicht gespendet hat – bitte! Dann schaffen wir es bis zum Sommer. Mit der Unterschrift unter den Auftrag an die Firma May Landschaftsbau in Feldkirchen bei München (www.may-landschaftsbau.de) ist am 22.04.2010 der Startschuss gefallen. Die Planung ist ehrgeizig: Baubeginn am 02.05.2010, Fertigstellung noch im Mai. Die technischen Herausforderungen scheinen lösbar: Unter dem Fundament des Kreuzgangs muss ein Rohr durchgestoßen werden, um das Wasser aus der Brunnenstube außerhalb in den Brunnen innerhalb des Hofs zu leiten. Die beiden Steinbänke am Brunnen werden nicht auf einem massiven Sockel aufruhen, sondern jeweils auf zwei seitlichen Stelen, die man ohne schweres Gerät, allein mit Manneskraft an den Bestimmungsort schaffen kann. Somit sind es eigentlich nur logistische Schwierigkeiten, die das Projekt noch aufhalten könnten. Aber wir gehen regional vor und sind nicht auf den Luftverkehr angewiesen, der von der isländischen Aschewolke behindert wird, so dass man ganz zuversichtlich sein darf, was den Zeitplan betrifft. Einige versprochene Spenden sind noch nicht eingegangen, was ich hier höflich in Erinnerung bringen möchte. Und einige Spender hatten noch keine Gelegenheit, mir zu sagen, dass sie auch noch etwas geben wollten. Macht nichts, sie können auch direkt spenden. – Kurzum: Wir haben es noch nicht geschafft, mit der Finanzierung. Wir brauchen noch Geld! - Zum Brunnen fehlt nur noch das Wasser
Die Schauseite der Neuanlage des Innenhofs ist nahezu fertig: Die Einfassung des Brunnens mit rötlichem Stein aus der Gegend von Kelheim sitzt. Die beiden flankierenden Bänke aus dem gleichen Stein stehen. Durch die farbliche Korrespondenz kommt ganz neu das Mosaik von Fr. Benedict Schmitz zur Geltung, das hinter dem Brunnen die Rückwand des Kreuzgangs ziert. Die Buchshecke und die Bodendecker konnten die Regengüsse der vergangenen Tage gut brauchen und sind ordentlich festgewachsen. Alle, die vom Foyer vor der Kirche hinausschauen oder direkt in den Hof hinaustreten, sind einhellig angetan von der neuen Gestaltung. Was fehlt, ist das Wasser im Brunnen. Aber der große Bagger war inzwischen da, und es ist Platz für die Brunnenstufe an der südlichen Ecke außerhalb des Kreuzgangs. Der großen Sorge, ob sich diese technische Lösung realisieren lassen würde, sind wir also enthoben. Da lässt es sich verschmerzen, dass wir wegen der notwenigen Zeit bis zur vollen Aushärtung des Betons bis nach der Einweihung warten müssen, um den Brunnen mit dem entkalkten Wasser des Umwälzsystems in Betrieb zu nehmen. Für den großen Tag der Einweihung am Samstag – heute ist auch die entsprechende Pressemeldung des Erzbistums veröffentlicht worden – ist uns ein Provisorium versprochen worden. Mal sehen … - Das große werk ist (fast) fertig
- Der neue Brunnen wird gesegnet
Am Samstag, den 19.6.2010, an dem Tag, an wir heuer das Patrozinium unserer Kirche und unseres Hauses feiern konnten, war es soweit: Die Arbeiten im Innenhof unseres Kreuzgangs mit dem neuen Brunnen sind abgeschlossen, das Werk konnte eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Die Brunnenstube ausserhalb des Innenhofes ist zwar noch nicht fertig. Aber Dank eines Provisoriums kann der Brunnen schon munter sprudeln. Die Freude war groß, als Erzbischof Marx den Brunnen mit den Worten segnete: "Herr, unser Gott, wir preisen dich für das Wasser, ohne das wir nicht leben können. Das Wasser erfrischt und erfreut, es reinigt und belebt. Der Brunnen birgt das lebensspende Wasser, das aus der Quelle hervortritt. So wird uns der Brunnen zum Bild für den nie versiegenden Quell des Lebens, an dem der Durst nach lebendigem Wasser gestillt wird, das du selber bist. Segne diesen neuen Brunnen, der den Bewohnern und Gästen des Priesterseminars ein Ort der Freude und der Ruhe, ein Ort der Begegnung und der Betrachtung sein möge. Lass uns das Wasser, das in diesem Brunnen sprudelt, Zeichen des göttlichen Lebens sein, das uns in der Taufe zuteil geworden ist. Darum bitten wir auf die Fürsprache des hl. Johannes des Täufers durch Christus, unseren Herrn." Regens Dr. Baur, dessen lang gehegter Wunsch nach einer Neugestaltung des Innenhofs des Priesterseminars mit einem Brunnen mit der Einweihung in Erfüllung ging, dankte allen Beteiligten und Spendern. Allen, die durch ihre Spenden den Bau des Brunnes und die Umgestaltung des Innenhofs ermöglicht haben, sei herzlich gedankt. Allerdings hoffen wir noch auf weitere Spenden, die unser Spendenbarometer (siehe Startseite) über die Dreissigtausender-Marke bringen. 
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