    | Ausflug zum Abschluss des Sommersemesters 2010 Leider regnete es in Strömen, als die Hausgemeinschaft des Münchner Priesterseminars zu Ihrem Sommersemester-Abschlussausflug aufbrach. Senior Bruno Bibinger Und Konsenior Michael Maurer sorgten mit einer guten Vorbereitung dennoch für einen gelungenen Tag. Zunächst ging es mit dem Bus nach Kloster Mallersdorf, mit dem das Priesterseminar eng verbunden ist. Seit 25 Jahren leben und arbeiten Schwestern der Kongregation der Mallersdorfer Franziskanerinnen in unserem Haus und sorgen mit ihrem Dasein für einen guten Geist. Nach der Feier der Hl. Messe gab es eine Führung in der Klosterbrauerei, bei der die Braumeisterin Sr. Doris Geschmack auf ihr Bier - das Beste weit und breit! - machte. Diesem wurde beim anschließenden Mittagessen im Klosterbräustüberl auch kräftig zugesprochen. Anschließend bekamen wir eine Führung durch das Kloster, bei der uns im neu eingerichteten und liebevoll ausgestatteten Nardini-Museum Leben und Wirken des seligen Gründervaters der Mallersdorfer Franziskanerinnen Paul Josef Nardini nahe gebracht wurde. Mit einem kurzen Besuch bei Sr. Germana, Sr. Edelgunde und Sr. Witburg, die alle viele Jahre im Priesterseminar verbracht haben, verabschiedeten wir uns aus Mallersdorf, um unsere nächste Station anzusteuern: Das Deutsche Hopfenmuseum in Wolnzach. Die Beschäftigung mit dem Thema "Bier" bei unserem Ausflug fand dort eine Fortsetzung. Von der Botanik bis zum Bierbrauen, vom Anbau bis zum Hopfenhandel, von der Geschichte bis zur Gegenwart, alles kam zur Sprache - zur grossen Freude unseres Kommilitonen Bernhard Häglsperger, zu dessen Hobbys das Bierbrauen gehört. An einem besonders schönen, gleichwohl abgelegen Ort, in der Wallfahrtskirche Herrenrast, zwischen Ilmmünster und Paunzhausen auf einer leichten Anhöhe gelegen, feierten wir die Vesper. Da das alte, 1599 errichtete Kirchlein nicht an das Stromnetz angeschlossen ist, mußten Seminaristen Kalkantendienste leisten, also die Bläsebalge der Orgel händisch aufziehen. Seinen gemütlichen Ausklang fand unser Ausflug im Bräustüberl in Kloster Scheyern. Es hieß auch Abschied zu nehmen an diesem Tag. Vier Seminaristen hielten ihre "Korbiniansrede", mit der sie sich von der Kommunität verabschiedeten. Florian Regner und Dominik Arnold gehen im Herbst in den Pastoralkurs, Gabriel Bamberger geht zurück ins Grazer Priesterseminar und Daniel Schwendinger verabschiedete sich ins Freijahr, das er in Irland verbringen wird. Michael Maurer wird das nächste Jahr als Freijahr in Tansania verbringen. Ihnen allen Gottes Segen! (BS) |
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  | Im Rahmen der Vorstellung von Priesterporträts präsentierten zum Abschluss 3 Seminaristen den „Apfelpfarrer“ Korbinian Aigner (1885-1966). In Hohenpolding bei Taufkirchen an der Vils stand neben der Kirche das Elternhaus von Korbinian Aigner. Er war das erste von elf Kindern und sollte den Hof übernehmen. Aber der junge Korbinian wollte fort. Nachdem ihm im Domgymnasium in Freising das vorrücken wegen schlechter Leistungen in Griechisch und Latein untersagt wurde, machte er in München am Luitpold-Gymnasium das Abitur und in Freising studierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule. Schon während seiner Zeit im Priesterseminar war Aigner mehr Praktiker als Wissenschaftler. Ihn interessierten die landwirtschaftlichen Unterweisungen mehr als der Katechismusunterricht. Am Benediktinerkloster Scheyern wirkte er als Präfekt und als Zeichenlehrer. Zu der Zeit war er schon dem Obst "verfallen": Obstbäume - von ihm gepflanzt und veredelt - säumten seine Wirkungsstätten im altbayerischen Raum. Korbinian Aigners erste Pfarrei war in Sittenbach bei Odelzhausen. Von 1936 an übernahm er die Pfarrei in Hohenbercha. Aber Korbinian Aigner war auch ein politischer Mensch - einer, der Hitler kritisierte und diese Kritik offen äußerte. Als ihn eine Lehrerin denunzierte, wurde er 1939 von der Gestapo verhaftet: Fünf Jahre verbrachte er anschließend im KZ Dachau. Doch selbst im Konzentrationslager züchtete Aigner Äpfel. Als er aus dem KZ entkam, nahm er sie mit und kultivierte sie daheim weiter. Darunter war auch die Sorte, die später als Korbiniansapfel bekannt wurde. 1966 starb Korbinian Aigner im Alter von 81 Jahren. Der Landesverband für Gartenbau und Landschaftspflege hat ihm für seine Verdienste eine Gedenktafel gewidmet. Korbinian Aigner war neben seinem Hobby durch und durch ein Priester und Seelsorger, er hatte immer ein offenes Ohr für die Menschen, besonders für die Dorfjugend und auch im hohen Alter wirkte er noch eigenverantwortlich in Hohenbercha. Der Vortrag wurde durch Filmausschnitte angereichert und durch die gelungene Abwechslung der Referenten wurde diese Präsentation recht kurzweilig, genau richtig für das Semesterende. (TW) |
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   | Sommerfest mit unseren Essensgästen Am Mittwochabend, 15.7.2010, fand das traditionsreiche Fest für diejenigen Bürger in sozialen Schwierigkeiten statt, die während des Semesters regelmäßiger an die Pforte des Seminares kommen, um eine warme Mahlzeit zu erhalten. Den Auftakt des Festes bildete wie jedes Jahr die Vesper vom „Guten Hirten“. Dabei ist es wirklich erstaunlich und schön zu sehen, mit welcher Andacht und Inbrunst viele bei den Hymnen und Psalmen mitbeten und mitsingen; offenbar machen sie gemeinsam mit dem Beter von Ps 23 wirklich die Erfahrung, dass sie auch „im Tal des Todesschattens“, das heißt in ihrer existentiellen Notlage, nicht verloren sind, sondern dass der lebendige Gott des Himmels und der Erde „mit Stock und Stab“, unter Aufbietung seiner gewaltigen Macht, für sie kämpft und, wenn vielleicht auch ihren zwi- schenzeitlichen gesellschaftlichen Abstieg, so doch ihren endgültigen Untergang niemals zulassen wird. Im Anschluss an die Vesper nahmen unsere Essensgäste im neu gestalteten Innenhof des Seminares Platz und ließen sich die deftige Gulaschsuppe schmecken; auch die kalten Getränke waren an diesem heißen Tag eine mehr als willkommene Abkühlung „von innen“. Im weiteren Verlauf dieses lauen Sommerabends entsponnen sich noch viele Gespräche zwischen den Essensgästen und den Verantwortlichen in der Hausleitung sowie den Seminaristen. Manche dieser Gespräche waren dabei durchaus schon recht vertraut, weil sich viele Essensgäste und Seminaristen von den Jahren zuvor schon gut kennen, und in eigentlich allen Gesprächen hielt sich das Betrübliche und das Heitere die Waage, ja in den meisten war sogar mehr Licht als Schatten! (RG) |
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  | Ausflug nach Fürstenfeldbruck Vergangenen Sonntag, den 4. Juli, brach eine Gruppe um neun Uhr in der Früh gen Fürstenfeldbruck auf, um unseren Mitbruder Thomas W. zu besuchen und von ihm höchstselbst mit seiner wunderschönen Heimat bekannt gemacht zu werden. Den ersten Höhepunkt dieses Sonntages bildete dabei eine Führung durch die prächtige Viscardi-Kirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Fürstenfeld; in der anschließenden Sonntagsmesse wurde die Vision der alttestamentlichen Lesung, dass Gott den Frieden wie einen Strom zu seinem Volk („nach Jerusalem“) hin lenken und es mit seiner überbordenden Fülle „säugen“ wird, für uns eine anschaulich gegenwärtige Realität in der überströmenden Pracht und Helligkeit des Kirchenraumes sowie in den zahlreichen „Amplexus“-Darstellungen (in denen der göttliche Heiland vom Kreuz herunter den Hl. Bernhard von Clairvaux liebevoll umarmt und an sich drückt). Sodann führte unser Weg in eine kleine, sehr sehenswerte Nikolauskirche (mit einem Fresko, in dem der Hl. Nikolaus von Leuten in Fürstenfeldbrucker Tracht umringt wird!), und schließlich dann zum Elternhaus unseres Mitbruders selbst; der wunderschöne Garten desselben sollte dann ein paar Stunden bzw. ein opulentes, von den Eltern unseres Mitbruders vorbereitetes Grillfest lang unsere Bleibe sein. Nach einem Spaziergang in malerischer Landschaft sowie einem ausgedehnten „Kaffeetscherl“ am späten Nachmittag versammelten wir und viele Angehörige der dortigen Pfarrei St. Leodegar uns zur feierlichen Sonntagsvesper in der Heimatpfarrkirche unseres Mitbruders unter Vorsitz seines Heimatpfarrers. Ein Sprung ins kühle Nass eines Naturschwimmbades rundete später noch diesen rundum gelungenen Tag im Landkreis Fürstenfeldbruck, insbesondere im „Erzlektorat“ Egenhofen, dem eigentlichen Heimatort unseres Mitbruders Thomas, ab. (RG) |
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   | Sommerfest und Nachprimiz Am Donnerstagabend, den 1. Juli 2010, fand im Seminar das traditionelle Neupriesterfest statt. Wie immer begann der Abend mit einer Hl. Messe, der die neugeweihten Priester vorstanden. In einer sehr gehaltvollen Predigt machte Christoph Hentschel dabei auf einfühlsame und behutsame Art und Weise deutlich, dass die Erfahrung von Fülle in unserem menschlichen Leben nicht nur trotz, sondern gerade wegen und überhaupt nur innerhalb der uns gesetzten vielfältigen Grenzen möglich ist („Paradies“, darauf wies er hin, bedeutet ursprünglich „abgegrenzter Raum“), und lud dazu ein, diese menschlichen Begrenzungen (etwa die Begrenztheit der uns zur Ver- fügung stehenden Zeit) immer mehr als einen positiven Wert anzunehmen. Im Anschluss daran hielt Regens Dr. Baur vor einer vielköpfigen und heiteren Festgemeinde seine Rede auf die Neupriester und überreichte jedem ein von der Hausgemeinschaft erstelltes Gratulationsheft; auch die Kurskollegen der vier Neupriester aus dem Ausbildungszentrum für PastoralreferentInnen und die Diakonatsbewerber ließen sich nicht „lumpen“ und überreichten jedem Neupriester eine Gabe von sehr großem praktischen Wert: eine große Magnettafel, an die die „To Dos“ des jeweiligen pastoralen Werktages gut sichtbat angeheftet werden können. Und schließlich hob sich im neu gestalteten Innenhof des Hauses, einem wirklichen „locus amoenus“, ein rauschendes Bankett an; in der besonders anregenden Atmosphäre einer lauen Sommernacht mundeten dabei die von der Küchencrew bereiteten, raffinierten Variationen vom Huhn und das frisch gezapfte Fassbier ganz besonders vorzüglich, und ergaben sich viele heitere und geistreiche Gespräche (zu späterer Stunde erklang auch die ein oder andere musikalische Darbietung). (RG) |
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    | Priesterweihe 2010 am Hochfest der Hll. Petrus und Paulus Für das Priesterseminar unserer Erzdiözese war es ein froher "Erntetag", als Erzbischof Reinhard Marx am 26. Juni 2010 vier Diakone durch Gebet und Handauflegung im Freisinger Mariendom zu Priestern weihte. Das Sakrament der Priesterweihe empfingen: - Richard Greul, 32 Jahre, der aus der Pfarrei St. Martin von Tours in Langengeisling/Erding stammt. Die Primiz, die erste Heilige Messe, die Richard Greul selbst feiern wird, findet am Sonntag, 27. Juni, um 10 Uhr in Langengeisling statt. Seine erste Kaplanstelle tritt er im Pfarrverband Holzland an. Als Leitspruch für seinen Dienst als Priester (Primizspruch) wählte Greul: „Wir verkünden Christus, den Gekreuzigten.“ (1 Kor 1,23)
- Dr. Christoph Hentschel, 28 Jahre, stammt aus der Pfarrgemeinde St. Margareta in Ampfing. Dort feiert er auch seine Primiz am Sonntag, 27. Juni, um 10 Uhr. Seine erste Kaplanstelle ist im Pfarrverband Ismaning-Unterföhring. Sein Primizspruch lautet: „Christus will ich erkennen.“ (Phil 3,10)
- Marco Piranty, 31 Jahre, kommt aus der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt in Oberschneiding, Bistum Regensburg. Die Primiz feiert Marco Piranty am Sonntag, 27. Juni, um 10 Uhr in Oberschneiding. Seine erste Kaplanstelle tritt er im künftigen Pfarrverband Maria Schutz und St. Hildegard in Pasing an. Sein Primizspruch lautet: „Wie im Himmel, so auf Erden.“ (Mt 6,10)
- Andreas Przybylski, 28 Jahre, stammt aus der Heimatpfarrei St. Dionysius, Essen-Borbeck. Die Primiz feiert Przybylski am Sonntag, 4. Juli, um 10 Uhr in St. Dionysius in Essen. Seine erste Kaplanstelle ist in der Pfarrei Christkönig in Nymphenburg. Als Primizspruch wählte er: „Wir wollen ja nicht Herren über euren Glauben sein, sondern wir sind Helfer zu eurer Freude.“ (2 Kor 1,24)
In seiner Predigt sagte der Erzbischof, der Priester solle „in seiner Gesamtexistenz ein Zeichen sein, dass Gott existiert“.Dabei dürfe der Priester „Vollmacht nicht mit Macht verwechseln“: Ein Kern und Kennzeichen seines Dienstes sei „Demut, die Bereitschaft, alles von Gott zu erwarten“. Der Priester stünde mit seinem Dienst dafür, „dass Christus uns nicht verlässt“, und dafür, „dass wir nicht nur irgendeine Gemeinschaft sind, die soziale Zwecke verfolgt“. Die Kirche "ist nicht unsere Kirche", rief der Erzbischof der Feiergemeinde im vollen Dom zu, sie ist "vielmehr die Kirche Jesu Christi". Die Priester stellten dabei die Gegenwart des Herrn in seiner Kirche dar . Die Kirche lebe vor allem von der Eucharistie und zeige sich nicht zuletzt darin als „eine Gemeinschaft, in der Christus handelt, in der Christus wirkt“. Wir wünschen unseren vier Neupriestern Gottes reichen Segen für Ihren Dienst! (BS) Hier kommen Sie zu einer Fotostrecke von der Priesterweihe 2010. |
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 | 3.000 Euro für Brunnen in Burkina Faso Zusammen mit den Spenden für den neuen Brunnen im Kreuzgang des Priesterseminars konnten pünktlich zur Einweihung 3.000 Euro zum Bau eines Trinkwasserbrunnens in Burkina Faso an das Hilfswerk MISEREOR überwiesen werden. Das Priesterseminar hatte es sich zum Ziel gesetzt, mit 10% der eingegangenen Spenden ein Trinkwasserprojekt in einem Entwicklungsland zu fördern. Wir freuen uns, dass auf diese Weise ein Teil der Gelder nicht nur für unser Haus, sondern für ein Entwicklungsprojekt in der Dritten Welt verwendet werden konnte. (AG) Nähere Informationen zu unserem Projekt können Sie hier erhalten. |
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 | Das Münchner Kirchenradio im Priesterseminar Maria Ertl vom Münchner Kirchenradio war zur Recherche im Münchner Priesterseminar. Ihre Reportage mit dem Titel "Azubis mitten in Schwabing - das Priesterseminar St. Johannes der Täufer in München" können Sie hier anhören .(BS) |
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   | Patrozinium, Admissio, Goldenes Professjubiläum, Brunnensegnung Diese vier großen Anläße haben die die Hausgemeinschaft des Priesterseminars, die Eltern der Seminaristen und die Planer und Bauleute des Innenhofs zusammen mit unserem Erzbischof am 19. Juni 2010 zu einer großen gottesdienstlichen und anschließend weltlichen Feier zusammengeführt. Nach dem Pontifikalamt, das von der Schola des Priesterseminars und mit Orgel- und Trompetensoli musikalisch festlich gestaltet wurde, und währenddessen Florian Regner unter die Kandidaten für das Weihesakrament aufgenommen wurde, fand die Einweihung des neu gestalteten Innenhofs mit dem neu erbauten Brunnen statt, bei der der Erzbischof betete: "Herr, unser Gott, wir preisen dich für das Wasser, ohne das wir nicht leben können. Das Wasser erfrischt und erfreut, es reinigt und belebt. Der Brunnen birgt das lebensspende Wasser, das aus der Quelle hervortritt. So wird uns der Brunnen zum Bild für den nie versiegenden Quell des Lebens, an dem der Durst nach lebendigem Wasser gestillt wird, das du selber bist. Segne diesen neuen Brunnen, der den Bewohnern und Gästen des Priesterseminars ein Ort der Freude und der Ruhe, ein Ort der Begegnung und der Betrachtung sein möge. Lass uns das Wasser, das in diesem Brunnen sprudelt, Zeichen des göttlichen Lebens sein, das uns in der Taufe zuteil geworden ist. Darum bitten wir auf die Fürsprache des hl. Johannes des Täufers durch Christus, unseren Herrn." Regens Dr. Baur, dessen lang gehegter Wunsch nach einer Neugestaltung des Innenhofs des Priesterseminars mit einem Brunnen mit der Einweihung in Erfüllung ging, dankte allen Beteiligten und Spendern. Ein besonderer Dank gebührt unserer Küchenchefin Monika Rothenbucher, die mit ihren Helferinnen ein exquisites Buffet gezaubert hatte. Von diesem schönen Festtag möchten wir mit einigen Bildern einen Eindruck vermitteln, den denen Sie hier gelangen.Patrozinium 2010 (BS) |
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  | Das grosse Werk ist (fast) vollbracht ... Am Samstag, den 19.6.2010, an dem Tag, an wir heuer das Patrozinium unserer Kirche und unseres Hauses feiern, wird es soweit sein: Die Arbeiten im Innenhof unseres Kreuzgangs mit dem neuen Brunnen sind abgeschlossen, das Werk kann eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden. Die Brunnenstube ausserhalb des Innenhofes ist zwar noch nicht fertig. Aber Dank eines Provisoriums kann der Brunnen schon munter sprudeln. Es wird ein grosses Fest werden. Wir feiern zusammen mit Erzbischof Dr. Reinhard Marx als Patrozinum das Fest des Hl. Johannes des Täufers (24.6.). Zugleich erhält ein Priesteramtskandidat die Admissio, d. h. er wird unter die Weihekandidaten aufgenommen, die im Herbst 2010 den Pastoralkurs beginnen. Eine der Mallersdorfer Franziskanerinnen, die im Priesterseminar in einem kleinen Konvent leben, Sr. M. Maturina, feiert an diesem Tag ihr goldenes Professsjubiläum. Dazu haben wir aus Anlass des Patroziniums auch die Eltern der Seminaristen eingeladen. Schließlich wird unser Erzbischof auch den neuen Brunnen segnen. Wir freuen uns auf diesen Festtag und danken allen, die durch ihre Spenden den Bau des Brunnes und die Umgestaltung des Innenhofs ermöglicht haben ganz herzlich und werden auch für sie bei der Einweihung beten. Allerdings hoffen wir noch auf weitere Spenden, die unser Spendenbarometer (siehe Startseite) über die Dreissigtausender-Marke bringen. (BS) |
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   | Lektorenbeauftragung in Vaterstetten Am 6. Juni 2010 beauftragte Weihbischof Engelbert Siebler sechs Seminaristen in einem feierlichen Pontifikalamt in der Pfarrgemeinde Zum kostbaren Blut Christi in Vaterstetten vor den Toren Münchens zum Lektorendienst. Die Lektoratsbeauftragung ist die erste bischöfliche Beauftragung, früher "niedere Weihen" genannt, auf dem Weg zur Diakonen- und später Priesterweihe, bei der die Alumnen zum ersten Mal ihr "Hier bin ich" sprechen. Mit der Lektoratsbeauftragung wird den Kandidaten die Verkündigung des Wortes Gottes in der Liturgie der Kirche anvertraut. Die Sendung zu diesem wichtigsten Dienst nach dem der Amtsträger hat vor allem eine geistliche Bedeutung, die im Deutewort des Bischofs bei der Überreichung des Lektionars zum Ausdruck kommt: "Empfange das Buch der Heiligen Schrift. Trage das Wort Gottes getreu und vernehmlich vor, damit es in den Herzen der Menschen seine ganze Kraft entfaltet". Der Beauftragung gingen Einkehrtage im Exerzitienhaus Schloß Fürstenried voraus, bei denen Spiritual P. Benedikt Nettebrock OSB und Liturgikdozent Bernhard Stürber die Seminaristen geistlich und liturgisch-praktisch zurüsteten. "Wann immer in der Kirche die heilige Schrift gelesen wird, spricht Gott selbst zu seinem Volk, und verkündet Christus, gegenwärtig in seinem Wort die Frohbotschaft. Daher sind die Lesungen des Wortes Gottes eines der wesentlichen Elemente der Liturgie und sind von allen mit Ehrfurcht aufzunehmen. Zwar richtet sich das Wort Gottes in den Lesungen der Heiligen Schrift an alle Menschen aller Zeiten und ist ihnen auch verständlich, doch wird seine Wirkkraft erhöht durch eine belebende Auslegung, die Homilie, die einen Teil des liturgischen Geschehens bildet." Römisches Messbuch, Allgemeine Einführung. Wir danken der Pfarrgemeinde von Vaterstetten und ihrem Pfarrer Rolf Merkle für ihre Gastfreundschaft! (BS) |
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 | Deutsche Fussball- Seminarmeisterschaft am 5.6.2010 in Regensburg Am Samstag, 5. Juni, um 7.00 Uhr brach die Fussball-Equipe des Seminares (aufgrund der schönen weißen Trikots auch als „weißes Balett“ oder als „Real Monaco“ tituliert) zur deutschen Seminarmeisterschaft in Regensburg auf. Dort angekommen, war ihr - anders als traditionellerweise der deutschen Nationalmannschaft - das Losglück nicht eben hold, so dass sie mit Köln und Regensburg just die beiden am besten eingespielten Mannschaften des Turnieres - mit Regensburg zu allem Überfluss noch den Gastgeber und Titelverteidiger - als Gegner zugeteilt bekam. Und tatsächlich hatten wir in der ersten Begegnung der Gedanken- schnelligkeit und dem effizient-kompromisslosen Spiel unserer Gegner (noch) nichts entgegenzusetzen, und unterlagen der Kölner Mannschaft mit 0:4. Außerdem verloren wir in diesem allerersten Spiel auch gleich schon nach wenigen Minuten unseren Stammtorwart Martin Siodmok; er hatte nämlich bei einer Rettungsaktion in höchster Not Kopf und Kragen riskiert, sich dem heraneilenden, einschussbereiten Stürmer vor die Füße geschmissen und musste an- schließend mit einer stark blutenden Kinnwunde vom Feld geführt und ins Krankenhaus gebracht werden. Aufgrund ihres großen inneren Zusammenhalts und ihrer bravourösen Moral verkraftete die Mannschaft all diese Rückschläge aber sehr gut und schwang sich im zweiten Spiel gegen den späteren deutschen Meister Regensburg zu einer nicht für möglich gehaltenen, enormen Leistungssteigerung auf. Nun verlangten wir einer sehr starken Regensburger Mannschaft alles ab und unterlagen nur äußerst unglücklich mit 0:2. Nichtsdestotrotz war aber dann, als wir gerade richtig in Fahrt gekommen und zu einem starken, funktionierenden Kollektiv zusammengewachsen waren, das Turnier für uns leider schon wieder zuende. Uns von diesem - allerdings wirklich in keinster Weise unrühmlichen - Vorrundenaus die Stimmung nicht vermiesen lassend, nutzten wir den Nachmittag für einen Bummel in der mittelalterlichen Innenstadt Regensburgs, da zufällig Tag des Weltkulturerbes war. Das opulente Festessen im wunderschönen Innenhof des Regensburger Priesterseminares und in der fröhlichen mitbrüderlichen Gemeinschaft mit den Alumnen aus all den anderen Seminarien sowie eine gemütliche Heimfahrt beschlossen schließlich diesen gelungenen Tag. (RG) |
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 | Prägende Priesterpersönlichkeiten: Kaplan Hermann Josef Wehrle Dass Kaplan Hermann Josef Wehrle zum Münchener Diözesanklerus gehörte, ist eigentlich nur ein Zufall. Für München geweiht wurde er 24 Jahre nach seinem Eintritt ins Priesterseminar Fulda, nach oftmaligen Anläufen in anderen Diözesen und in verschiedenen Benediktinerkonventen. Was wie postmoderne Unentschlossenheit aussieht, stellte sich bei ihm jedoch anders dar: Was immer er unternahm, als Lehrer, als Schriftsteller, als Mitarbeiter bei der Bank oder im kirchlichen Verband, führte er mit Geschick und Können, mit intellektuellem und geistlichem Tiefgang durch und erwarb sich die volle Anerkennung seiner Auftraggeber. Doch seine schwache Gesundheit und die Unbill der wirtschaftlichen und später noch mehr der politischen Umstände erzwangen immer wieder den Wechsel von Tätigkeit und Lebensort. Kardinal Faulhaber erkannte den Wert seiner geistlichen und geistigen Persönlichkeit, seiner Bildung und seiner Fähigkeiten, und weihte ihn zum Priester, obwohl er aus gesundheitlichen Gründen nicht einmal an den Weiheexerzitien teilnehmen konnte. Bis hierher präsentierte Korbinian W. die Vita dieser Priesterpersönlichkeit. Danach übernahm Dominik A. und schilderte seinen Einsatz als Kaplan in Planegg und in Bogenhausen/Hl. Blut, seine Verwicklung in das Attentat des 20. Juli, den Prozess vor dem Volksgerichtshof und seine Hinrichtung am Fest Kreuzerhöhung 1944. Die Nachfragen der Zuhörer knüpften an der Verwunderung darüber an, dass Wehrle – auf dem Grabstein in Bogenhausen/St. Georg steht: „als Beichtvater zum Tode verurteilt“ – vor dem Volksgerichtshof einem Verhör über ein vertrauliches Seelsorgegespräch, wenn nicht gar über eine sakramentale Beichte unterzogen wurde. (4.6.10, FJB) |
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   | Rasanter Fortschritt Es ist eine Freude zu sehen, wie die Baustelle im Innenhof täglich vorankommt. Das Brunnenbecken ist betoniert, die Platten des inneren Umgangs verlegt, die Anschlussflächen zum bedachten Umgang mit Kies aufgefüllt. Kaum denkt man sich, na ja, recht schön, aber etwas Grünes würde mir noch fehlen, rücken schon die Buchsbäumchen an. Inzwischen hatten wir den ersten Gewitterregen – und offenbar wurden die Gitter über den Gullis, über die die Wasserstrahlen aus den Dachrinnen abfließen sollen, richtig gesetzt. Jedenfalls waren am anderen Morgen keine Ausspülungen im Kiesbett darum herum zu bemerken. Eine erste Probe auf die Praktikabilität der neuen Gestaltung ist also bereits bestanden. Die große Frage nach dem Platz für die Brunnenstube ist aber immer noch offen. Am nächsten Montag soll der Bagger erneut anrücken, um an der einzig verbliebenen Alternativstelle eine Grube auszuheben. Wenn nur nicht wieder irgendwelche Leitungen zutage treten! Die Einweihung ist fest für den 19. Juni vorgesehen. Der Innenhof ist bis dahin auf jeden Fall vorzeigbar. Ob dann auch schon Wasser fließen wird im Brunnen, das bleibt spannend. Was den Spendenfluss betrifft, braucht der nicht unbedingt bis zum Termin der Fertigstellung die Zielmarke erreicht haben. Aber natürlich müssen wir auf die volle Summe kommen. Immerhin haben wir schon wieder die nächste Tausendermarke geknackt. (FJB) |
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 | Diakonenweihe am 22. Mai 2010 in München Am Pfingstsamstag 2010 wurden im Liebfrauendom zu München in einer festlichen Pontifikalmesse zehn Priesteramtskandidaten durch Handauflegung und Gebet unseres Erzbischof Dr. Reinhard Marx zu Diakonen geweiht. Geweiht wurden: - STEFAN BERKMÜLLER, BETZIGAU – ST. AFRA
- JOSEF FEGG, TEISENDORF – ST. ANDREAS
- TOBIAS HARTMANN, BAYERISCH GMAIN – ST. NIKOLAUS VON DER FLÜE
- STEFAN LEITENBACHER, OBERTEISENDORF – ST. GEORG
- DAVID MEHLICH, AUFKIRCHEN – MARIÄ HIMMELFAHRT
- DANIEL RIEGER, MÜNCHEN – SPANISCHE KATHOLISCHE MISSION
- KONRAD ROIDER, LAUFEN – MARIÄ HIMMELFAHRT
- ANDREAS SPÖTTL, MÜNCHEN – ST. EMMERAM
- CHRISTOPH STÜRZER, PETERSHAUSEN – ST. LAURENTIUS
- DR. GEORGIOS ZIGRIADIS, MÜNCHEN – HL. GEIST
Die katholische Kirche kennt auf der Basis der apostolischen Überlieferung das dreigestufte Weihesakrament. Die Fülle des apostolischen Amtes liegt beim Bischof. Er ist umgeben vom Kollegium der Priester und unterstützt von den Diakonen. Die Diakonenweihe geht der Priesterweihe voraus. Wir wünschen den neugeweihten Diakonen Gottes reichen Segen für ihr Wirken. (BS) |
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  | Unliebsame Überraschung Wie es so geht, beim Bauen: Schon am zweiten Tag erleben wir eine unliebsame Überraschung. Hinter dem Umgang, an der Stelle, die für die Brunnenstube vorgesehen war, verlaufen parallel zur Grundstücksgrenze drei dicke Kabelstränge der Telekom. Fast hätte der Bagger die Telefonverbindungen von halb Schwabing gekappt. Was nun? Innerhalb des Hofs bringen wir die Brunnenstube nicht unter. Dort ist das Wurzelwerk der Buche. Außerhalb gibt es das Problem, dass die Leitungen dann zu lang werden. Dann reicht das Gefälle nicht aus, und es braucht noch eine eigene Pumpe - sofern sich überhaupt im Gewirr der Leitungen und Kanäle noch ein freies Plätzchen findet. Also wieder zurück zur Variante eines Brunnens mit Frischwasser? Aber die Brunnenstube ist bereits weitgehend montiert, so dass nahezu der volle Preis bezahlt werden müsste. Guter Rat ist teuer. Teuer wird es nun auf jeden Fall. Aber ob es ein guter Rat war, die neue Disposition, die das Architekturbüro überlegt hat, das muss sich noch herausstellen. Die Vorarbeiten für das Brunnenfundament, für den inneren Umgang und die neue Bepflanzung machen jedenfalls täglich einen beachtlichen Fortschritt. Man kann die Gestaltung des Raums bereits erahnen. Es könnte richtig schön werden … (FJB) |
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  | ÖKT-Veranstaltung im Priesterseminar: "Wo Priester und Pfarrerinnen wachsen – Ausbildung im kath. Priesterseminar und im evangelischen Predigerseminar" Das Haus ist voller Gäste, die zum Ökumenischen Kirchentag gekommen sind, bei Tisch werden die Eindrücke ausgetauscht, die die einzelnen von der Eröffnung, vom Abend der Begegnung und von der Liturgie des Himmelfahrtstags mitgenommen haben. Am Nachmittag des Feiertags Christi Himmelfahrt macht der ÖKT Station im Priesterseminar: Zu einem gemeinsamen Podium ist das evangelisch-lutherische Predigerseminar Nürnberg eingeladen. Regens Dr. Franz Joseph Baur, der die Veranstaltung konzipiert hat, vertritt auf dem Podium gemeinsam mit Dr. Georgios Zigriadis und Bruno Bibinger die katholische Seite; gegenüber sitzen die Studienleiterin Christiane Stahlmann mit der Vikarin Meike Goldhahn und dem Vikar Bernd Reichert. Moderiert wird das Gespräch vom evangelischen Studienleiter Pfr. Thilo Auers. Erfreulicherweise sind über die beiden Institutionen hinaus einige interessierte Leute gekommen, die aus dem Programm des ÖKT von der Veranstaltung erfahren hatten. Nachdem die Schola mit dem Kyrie aus Gounods „messe no. 5 aux séminaires“ eröffnet hat, wendet sich das Gespräch sehr schnell dem Thema „Freiheit gegen Struktur“ zu. Wer – bei aller dialektischen Kunst – letztlich welches Stichwort stärker betont, ist leicht zu erraten. Eine provokante Filmsequenz mit Pfarrer Schießler macht das Thema „Priester werden / Pfarrer werden“ griffig und anschaulich. Als schließlich das Publikum in die Diskussion einbezogen wird, dreht es sich vornehmlich um den Anspruch einer geistlichen Ordnung und um die Frage der Berufung. Die beiden jungen Vikare geben ein beachtliches persönliches Zeugnis einer evangelischen Spiritualität und einer redlichen Berufswahl, die auch geistlich, aber sicher etwas anders verstanden wird als die katholische Berufung zum Priestertum. Mit Wünschen für oder an den ökumenischen Partner schließt die Gesprächsrunde ab. Viele Gäste bleiben noch zur gesungenen Vesper, bevor sie – und die Seminaristen – sich wieder in das Getümmel des großen ÖKT stürzen. (FJB) |
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   | „Sexuelle Reifung, Keuschheit und priesterlicher Zölibat“ Erstes thematisches Hauswochenende des Sommersemesters 2010 (7. Mai – 9.Mai) Nicht als Reaktion auf gerade vor allem in der Öffentlichkeit geführte Diskussionen wurden diese drei Begriffe zum Thema des ersten Hauswochenendes im Sommersemester gewählt. Noch in der Vorlesungszeit des vergangenen Wintersemesters wählten die Seminaristen fast einstimmig diese Thematik. Den Anfang machte Prof. Schmid, ein Arzt, Theologe und Pastoralpsychologe. Die entwicklungspsychologischen Grundlagen sexueller Reife und Keuschheit und eventuell prekäre Entwicklungen eines zölibatären Lebens stellten die beiden Hauptbereiche seiner interessanten, ansprechenden und nachdenklich machenden Vorträge dar. Wie bei den beiden folgenden Referenten wurde der Vortrag durch Fragen von der Seminaristenseite unterbrochen. Die Zeit des Samstagnachmittags wurde von Frau Wörndle, einer Referentin des Erzbischöflichen Jugendamtes, die selbst aktiv in der Jugendarbeit tätig ist, zur Frage nach Prävention von sexueller Gewalt durch Seelsorger bestritten. Mit einem Viel an persönlicher Erfahrung durch ihre Tätigkeit in der Jugendarbeit ermöglichte Frau Wörndle ein Verständnis für Gefahren und vielmals unvermeidliche Risiken im Umgang von Seelsorgern mit Kindern / Jugendlichen. In einer abschließenden Gruppenarbeit zu genauen Vorbeugemöglichkeiten stellten Seminaristen wie Regentie Gedanken und Überlegungen vor. Ein „Patentrezept“ für Prävention konnte die Referentin natürlich nicht bieten, doch aber ihre Hörer für die Umgebung von sexueller Gewalt sensibilisieren. Die gemeinsame Feier der Sonntagsmesse markierte den Auftakt für den dritten Teil dieses Haus“wochenendes“. Dekan Wenninger / München Giesing, der Hauptzelebrant und Prediger, stellte sich im Anschluss an die Messe der Frage „Wie geht es dem Priester auf Dauer? Persönliches, Geistliches, Anfechtungen, Tragendes“. In wirklich glaubhafter und in mindestens drei Jahrzehnten priesterlichen Dienstes errungener Erfahrung erzählte er zuerst von seiner erlebten und oftmals vermissten innerkirchlichen Auseinandersetzung mit diesen Fragen. Interessierte Fragen beantwortete er bereitwillig und appellierte in ehrlicher Weise an die Seminaristen, sich auch schon in der Seminarzeit mit der eigenen Sexualität auseinanderzusetzen und die Bedeutung von richtiger und wahrer Mitbrüderlichkeit nicht zu unterschätzen. Zweierlei erwies sich bei der Anordnung der Themen als sinnvoll und gewinnbringend: Erstens: Eine so aktuell erscheinende Frage nach Prävention von sexueller Gewalt durch Seelsorger muss durch folgendes flankiert sein: Eine nüchterne und vielschichtige Beschäftigung mit der eigenen Sexualität, wie sie Dr. Schmid mit seinem Vortrag angeregt hat. Und das Verknüpfen dieser Auseinandersetzung mit dem konkreten Leben als zölibatär lebender Priester, wie es Dekan Wenninger glaubhaft dargestellt hat. Zweitens: Es mag mögliche Fehlentwicklungen in einem zölibatären Leben geben, doch hat gerade das aufrichtige und mutmachende Auftreten eines Mannes mit fast 30-jähriger Erfahrung als Priester gezeigt, dass nicht eben die Angst vor solchen Fehlentwicklungen das Bestimmende ist. (PR) |
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 | "Startschuss gefallen" Mit der Unterschrift unter den Auftrag an die Firma May Landschaftsbau in Feldkirchen bei München (www.may-landschaftsbau.de) ist am 22.04.2010 der Startschuss gefallen. Die Planung ist ehrgeizig: Baubeginn am 02.05.2010, Fertigstellung noch im Mai. Die technischen Herausforderungen scheinen lösbar: Unter dem Fundament des Kreuzgangs muss ein Rohr durchgestoßen werden, um das Wasser aus der Brunnenstube außerhalb in den Brunnen innerhalb des Hofs zu leiten. Die beiden Steinbänke am Brunnen werden nicht auf einem massiven Sockel aufruhen, sondern jeweils auf zwei seitlichen Stelen, die man ohne schweres Gerät, allein mit Manneskraft an den Bestimmungsort schaffen kann. Somit sind es eigentlich nur logistische Schwierigkeiten, die das Projekt noch aufhalten könnten. Aber wir gehen regional vor und sind nicht auf den Luftverkehr angewiesen, der von der isländischen Aschewolke behindert wird, so dass man ganz zuversichtlich sein darf, was den Zeitplan betrifft. Einige versprochene Spenden sind noch nicht eingegangen, was ich hier höflich in Erinnerung bringen möchte. Und einige Spender hatten noch keine Gelegenheit, mir zu sagen, dass sie auch noch etwas geben wollten. Macht nichts, sie können auch direkt spenden. – Kurzum: Wir haben es noch nicht geschafft, mit der Finanzierung. Wir brauchen noch Geld! Regens Msgr. Dr. Franz Joseph Baur |
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   | Das Sommersemester beginnt auf dem Freisinger Domberg… Am Abend des ersten Tages der Vorlesungszeit des aktuellen Sommersemesters fand sich die gesamte Hausgemeinschaft auf dem Freisinger Domberg ein. In der Reihe „Prägende Priestergestalten unseres Erzbistums“ stand am Montag die Person des ehemaligen Regens Michael Höcks (1903-1996) zur Vorstellung durch drei Seminaristen an. Das Kriegsende ist der Beginn des Wirkens von Höck als Leiter des Freisinger Seminars. Nach 14jährigem Wirken in diesem Amt übernimmt er auf eigenen Wunsch hin die Leitung einer Pfarrei. Für uns Seminaristen stand freilich die Zeit seiner Tätigkeit als Regens im Mittelpunkt des Interesses. Was lag näher als einen wirklichen Zeitzeugen und von Regens Höck Geprägten einzuladen? – Dr. Rupert Berger (Weihejahrgang 1951) begann das Treffen und das Erzählen über seine Erlebnisse sowohl als Seminarist wie auch als späterer Freisinger Hochschuldozent mit einem Besuch der Grabstätte Höcks im Innenhof des Domkreuzgangs. Vorträge über die vielfältigen Tätigkeiten und Lebensstationen Höcks (Rom, Münchner Kath. Kirchenzeitung, KZ-Haft, Regens, Pfarrer, Ordinariatsrat usw.) und dessen Auffassungen zum Seminar und zu Seelsorge („Seminar als Apostelschule“ und priesterliches Vater-Sein) wurden von einem gemeinsamen Abendessen und einer Vesper in der Marienkapelle, der einstigen Seminarkapelle, unterbrochen. Die in einer wahren Menschenliebe und –sorge gründende Väterlichkeit Höcks im Hinblick auf seine ihm anvertrauten Seminaristen brachte Dr. Berger auf nicht nur kurzweilige, sondern ebenso glaubhafte und ermunternde Weise in einem abschließenden Gespräch an uns aktuelle „Apostelschüler“. Vielleicht ist es durch diesen Besuch des Seminars der Münchener Georgenstrasse auf dem Domberg gelungen, nicht nur eine priesterliche Persönlichkeit zu ehren, sondern „Anschluß an die große Freisinger Tradition des Erzbischöflichen Priesterseminars [zu] gewinnen“ – wie es in einem Bericht in einem nach Regens Höck benannten Raum des Priesterseminars der Georgenstrasse heißt. (PR) |
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 | Feier der Kar- und Ostertage im Priesterseminar Christus resurrexit! Die Kar- und Ostertage verbrachten die Passauer Propädeutiker zusammen mit den Münchener Studenten aus Lantershofen und einigen hiesigen Seminaristen im Priesterseminar. In theologischen und geistlichen Impulsen wurde die Bedeutung der großen Liturgien erschlosssen: das eine Ostermysterium als der vielfache Transitus vom Tod zum Leben, von der Knechtschaft der Sünde zur Freiheit der Kinder Gottes. Die Mitfeier der Karmetten und der Liturgien im Liebfrauendom waren die Höhepunkte der Tage. Daneben gaben die Stille und die Gebetszeiten im Priesterseminar die Gelegenheit, sich persönlich mit dem geistlichen Gehalt des Ostermysteriums auseinanderzusetzen. Den würdigen Abschluss fanden die Feiern mit dem gemeinsamen Mittagessen mit S.E. Erzbischof Marx im Priesterseminar am Ostersonntag. Wer wollte, konnte die Tage mit der Ostervesper und der Einladung des Erzbischofs zum Ostereiersuchen im Garten des Erzbischöflichen Palais ausklingen lassen. (AG) |
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 | Zur Neugestaltung unseres Innenhofs Die Planungen für die Neugestaltung des Innenhofs halten Schritt mit dem Spendenbarometer, das bereits auf beachtliche Höhe gestiegen ist. Im neuesten Plan haben sich kleine Veränderungen ergeben: Mit Rücksicht auf die große Buche wird der Brunnen etwas nach hinten gerückt. Das Brunnenbecken ist damit nicht mehr kreisrund geplant, sondern lehnt sich halbrund an den Umgang an. Eine wichtige Entscheidung war: Frischwasser oder Umwälzsystem? Obwohl die Brunnen in Rom alle mit Frischwasser gespeist werden (ein nicht unmaßgebliches Vorbild), obwohl das auch in München, z.B. beim Fischbrunnen auf dem Marienplatz, so ist; und obwohl es ökologisch bedacht durchaus vertretbar wäre, das saubere Wasser auf seinem Weg vom Alpenrand zur Donau durch unseren Hof laufen zu lassen, haben wir uns für das Umwälzsystem entschieden. Die erste Investition in eine Brunnenstube mit Tank und Filteranlage ist zwar teurer. Aber die Wasserrechnung, die sonst zu erwarten wäre, würde diese Kosten bereits im dritten Jahr übertreffen. Auf diese Weise wird nun reichlich Wasser für drei kleine Fontänen zur Verfügung stehen, die auch nicht so schnell verkalken wie mit Frischwasser, und die Filteranlage wird es so sauber halten, dass sich niemand den Magen verdirbt, der davon versehentlich einen Schluck erwischt. Gleichzeitig mussten wir ans Sparen denken. Deshalb werden die Holzbänke, die noch im nebenstehenden Plan für den Umgang vorgesehen sind, erst einmal nicht angeschafft. Sitzgelegenheiten sind durch die schon vorhandenen festen Steinbänke gegeben. Durch Anhebung des Bodenniveaus im Hof, kann man sich auch nach innen hin setzen und sich mit Blick auf die niedrige Buchshecke in einen barocken Pfarrgarten versetzt fühlen. Die Sache nimmt Gestalt an. Deshalb mein Aufruf: Wer noch nicht gespendet hat – bitte! Dann schaffen wir es bis zum Sommer. Regens Msgr. Dr. Franz Joseph Baur |
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   | Diözesan-Skimeisterschaft am 08. Februar 2010 Oder: 3 Münchener im Himmel… “So muss es im Himmel auch sein”, raunte unser Herr Regens Baur entzückt, als wir im Sessellift saßen: gerade noch vom trüben Nebel umgeben, der sich aber immer weniger gegen die prächtigen Strahlen der Sonne durchsetzen konnte, ging es bergauf. Kirchturmgeläut, 12 Uhr. Was konnte in diesem Augenblick trefflicheres geschehen, als im glanzdurchsetzten Nebel das Angelus anzustimmen, um beim abschließenden “Amen” der letzten Nebelschwade zu entfliehen und überrollt zu werden von dem Anblick eines glasklar-wolkenlosen, himmlischen Blaus, unterstrichen von den glitzernd leuchtend weißen Gefielden einer vollendeten Schneelandschaft. Auf gut baierisch: “Schee wars!” So muss ein Skitag sein - da waren sich alle Teilnehmer der Diözesan-Skimeisterschaft einig. Am Sudelfeld wurde morgens um 10:30 das Slalom-Zeitfahren in verschiedenen Gruppen ausgetragen. Etwa 50 Personen gingen an den Start, welche in zwei Abfahrten ihr Bestes gaben. Das Ranking wurde durch die Summe der beiden Zeiten gebildet. Herr Regens Baur und Korbinian Wirzberger konnten in ihren Altersgruppen jeweils mit einem starken dritten und zweiten Platz brillieren. Der Verfasser des Berichtes nahm an der Zeitmessung aufgrund der Bevorzugung eines Snowboards nicht teil; auch wäre an ihm (oder an den Slalomstangen) nach eigenem Urteil bei tatsächlicher Teilnahme wohl ein unverhältnismäßiger Schaden entstanden, welchen er zu vermeiden wusste. Nach dem Zeitfahren wurde schließlich der allgemeine Skitag eröffnet. Auch wenn der Slalom noch in den grau verhangenen Tiefen des Sudelfeldes stattfand, so konnte man nun für den Rest des Tages dem Nebel entfliehen und das genießen, was oben zu beschreiben versucht wurde. Nach dem Zeitfahren wurde schließlich der allgemeine Skitag eröffnet. Auch wenn der Slalom noch in den grau verhangenen Tiefen des Sudelfeldes stattfand, so konnte man nun für den Rest des Tages dem Nebel entfliehen und das genießen, was oben zu beschreiben versucht wurde, . Gemütlich ausklingen ließ man den Skitag schließlich ab 16:30 in Flintsbach beim Dannerwirt, wo die Siegerehrung stattfand. Hier wurde auch Pfarrer i.R. Georg Gilgenrainer für die Organisation des Skitages geehrt , welche er bereits seit 25 Jahren übernommen hat. Gut gelaunt und selig satt ging es schließlich zurück in die Heimat, wo nach dem Kursgespräch der Tag nur noch durch ein gemütliches Bett zur Vollendung geführt werden konnte… (MM) |
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   | Info-Wochenende Vierzehn Teilnehmer an den Informationstagen im Priesterseminar – so viele hatten wir lange nicht. Vielen Dank an eine Reihe von Pfarrern und an zwei Diakone aus dem Pastoralkurs für die Vermittlung von Kontakten! So stellte sich schon zur Begrüßung am Donnerstag Abend das Hochgefühl ein, dass es eine schöne Veranstaltung werden würde. Bei allem Wunsch, tatsächlich auch Nachwuchs zu werben für das Priesterseminar, sollte zunächst einmal schlicht der Alltag des Hauses präsentiert werden. So wurden die Gäste ohne große Einführung schlicht zur Vesper in die Kirche gesetzt. Nach einer Führung durchs Haus wurde einer der Filme gezeigt, die in den letzten Jahren über das Münchener Priesterseminar gedreht worden sind. Der Ausklang fand schließlich im Bierstüberl statt. Am Freitag dann der Alltag an der Universität: Vorlesungen in Liturgie und im Neuen Testament. Am Nachmittag wurden die Teilnehmer im Dom vom Dompfarrer Msgr. Wolfgang Huber empfangen und geführt. Zur Vesper hatten die Programmverantwortlichen Kaplan Benjamin Gnan eingeladen, der in einer kurzen Homilie seinen Primizspruch nach sieben Monaten Praxis noch einmal neu interpretierte. Abends leitete der Spiritual eine Gesprächsrunde zum Thema „Berufung“ an, ausgehend vom Sonntagsevangelium, das nicht besser hätte passen können: die Berufung des Petrus im Zusammenhang mit dem wunderbaren Fischzug. Auch die „Profis“ in Sachen Berufung, die Seminaristen und die Vorstände des Seminars, waren beeindruckt vom Freimut und der geistlichen Tiefe, die unsere jungen Gäste – fast durchwegs Schüler der Oberstufe – in dieses Gespräch einbrachten. Geistliche Berufung ist wahrlich nichts alltägliches. Erstaunen und Erschrecken gehören mit dazu. Wie schön, sich dazu einmal (wieder) offen auszutauschen. Als Abschluss für diesen Abend passte die stille Anbetung in der Kirche. Für den Samstag Vormittag hatten die Interessenten die Wahl zwischen der Teilnahme am „Tag der offenen Tür“ an der Uni, wo sich auch die Theologische Fakultät vorstellte, und einem Spaziergang zu einigen Stationen in München, wo das Thema Berufung künstlerisch ins Bild gesetzt war. Der nachmittägliche Besuch in St. Florian sorgte für eine Menge Gesprächsstoff. Und am Abend kam ein großes Publikum zustande, als in der Reihe der „prägenden Priesterpersönlichkeiten“ zum Kirchenjahr Stadtpfarrer Max Zistl von München – St. Peter vorgestellt wurde. Mittlerweile waren die Gäste schon sehr vertraut mit dem Haus, so dass sich der Ausklang im Bierstüberl unbeschwert bis in die tiefe Nacht hinzog. Den Sonntagsgottesdienst feierte Kardinal Friedrich Wetter mit uns. Er legte die Lesungstexte des Sonntags direkt auf die Berufungssituation der Alumnen „und derer, die es werden wollen“ aus. Ganz zwanglos waren wir noch zum Frühschoppen beisammen, bis die Küche mit einem feinen Mittagessen den krönenden Abschluss setzte. Beim herzlichen Abschied wurde die Betonung bei fast allen ausdrücklich auf das „Wieder“sehen gelegt. Von uns aus – sehr gern! (FJB) |
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 | Prägende Priesterpersönlichkeiten: Stadtpfarrer Prälat Max Zistl In der Reihe zum Priesterjahr präsentierten uns drei Seminaristen den „populärsten Pfarrer Münchens“, den Stadtpfarrer von St. Peter, Prälat Max Zistl (1904-1983). Sie gaben einen kurzen Abriss seiner Lebensgeschichte, wobei die Lebensgeschichte sehr bald in die Geschichte des Wiederaufbaus des Alten Peter überging und dann mit dieser Pfarrei aufs engste verbunden blieb – bis dahin, dass Max Zistl auf kurzen Ausflügen (Urlaub kannte dieser unermüdliche Pfarrer sowieso keinen), möglichst am Nachmittag immer schon wieder daheim sein wollte, um auf seinem Platz in St. Peter zu sein. Die Studenten versuchten auch eine Würdigung seines Profils als Priester und Seelsorger, ausgehend von den Ansprachen zur Beerdigung und von einigen Anekdoten über ihn. In Liturgie und Gemeindeaufbau hat er dem Alten Peter ein unverwechselbares Gesicht gegeben. Schließlich waren noch einige Fundstücke aus Zeitungen unter der Rubrik „Max Zistl privat“ geboten. Zur Multimedialität, die die Präsentationen in unserer Reihe von vornherein hatten, gehörte diesmal auch ein Mitschnitt des Bayerischen Rundfunks vom 8. September 1951, als im Anschluss an den Festakt zur Fertigstellung des wiederaufgebauten Turms von St. Peter zum ersten Mal endlich vollständig das Pausenzeichen nach der Melodie von „Solang der Alte Peter …“ ertönte. Ferner gehörte dazu ein Zeitzeuge: Herr Mederer, der als Schreiner an der Wiederherstellung der Altäre von St. Peter beteiligt war und aufs engste mit Max Zistl zusammengearbeitet hatte und von daher noch manches interessante Detail beizusteuern wusste. (FJB) |
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    | Feierliche Akolythatsbeauftragung in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Röhrmoos Am 17.1.2010, dem 2. Sonntag im Jahreskreis, wurden zehn Seminaristen in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Röhrmoos durch Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger zu Akolythen beauftragt. Die Beauftragung zum Akolythen ist nach der Beauftragung zum Lektor eine der Vorstufen in Vorbereitung auf das sakramentale Weiheamt und gehörte vor der Neuordnung der Dienstämter zu den so genannten “Niederen Weihen”. Der Akolyth (griech. Begleiter, Diener) ist dazu bestellt, dem Diakon zu helfen und dem Priester am Altar zu dienen sowie die Kommunion als außerordentlicher Spender auszuteilen und sie vor allem auch betonte, den Kranken zu bringen. Auch kann der beauftragte Akolyth das Altarsakrament zur Verehrung aussetzen. Der Beauftragung unserer zehn Mitbrüder ging die Weihe des neuen Altars sowie die Segnung des neuen Ambo voraus, die den feierlichen Abschluß der Kirchenrenovierung der Röhrmooser Pfarrkirche bildeten. In dieser großen, sinnenhaften Liturgie wurde uns die Bedeutung des Altares als Zeichen der Gegenwart des Herrn und als Ort der Epiphanie Christi vor Augen geführt. An diesem Tisch Dienst zu tun, von dem das Weihegebet sagt, er sei "die festliche Tafel, um die sich die Tischgenossen Christi freudig versammeln", ist fortan ehrenvolle Aufgabe der neuen Akolythen. Wir danken der Pfarrgemeinde von Röhrmoos und ihrem Pfarrer Msgr. Michael Bartmann und allen Mitarbeitern und Helfern für die freundliche Aufnahme und große großzügige Gastfreundschaft! Bei der Beauftragung betet der Bischof: “Gütiger Gott, durch deinen Sohn hast du der Kirche das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles anvertraut. Wir bitten dich: Segne unsere Brüder, die zum Akolythendienst erwählt sind. Gib, dass sie sich ganz einsetzen, wenn sie ihren Dienst am Altar tun und wenn sie Leib und Blut Christi austeilen. Lass sie im Glauben und in der Liebe wachsen zum Aufbau deiner Kirche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn”. (BS) Hier kommen Sie zu einer Bildergalerie der Akolythatsbeauftragung und Altarweihe in Röhrmoos 2010 |
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 | Prägende Priesterpersönlichkeiten: Monsignore Wilhelm Bleyer Die dritte „prägende Priesterpersönlichkeit“, die im Rahmen des Priesterjahrs vorgestellt wird, ist Msgr. Wilhelm Bleyer (gestorben 1983). Fünfzig Jahre lang war er Vorsitzender des Vereins „Lehrlingsschutz e.V.“, aus dem das „Katholische Jugendsozialwerk München e.V.“ hervorgegangen ist, inzwischen ein beachtlich großer Träger von vielfältigen sozialen Diensten und Einrichtungen. Das Lebenswerk von Wilhelm Bleyer steht damit für die soziale Dimension des priesterlichen Wirkens. Dabei wird deutlich, wie wichtig die Ergänzung von strukturell organisierter, institutionell getragener Caritas und der persönlichen Haltung der Nächstenliebe ist. Für letztere haben die beiden Referenten Gabriel Bamberger und Bernhard Häglsperger eine Passage aus einer Festschrift gefunden, wo Bleyer beschreibt, wie der Heimleiter sein muss. Er legte darin natürlich über seinen eigenen Charakter Rechenschaft ab, aber beim Vortrag in unserem Haus schmunzeln die Studenten natürlich alle zum Regens hinüber. Auch wenn nicht viel zur Person Bleyer zu finden war (das Erzbischöfliche Archiv, dessen Kooperationsbereitschaft ein dickes Lob von den Referenten bekam, hält die Akten 40 Jahre nach dem Tod einer Person unter Verschluss), hatten wir einen ebenso unterhaltsamen wie interessanten Abend und haben einen wertvollen Aspekt des Priesterlichen kennen gelernt. (FJB) |
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   | Fest mit den Armen Am 13. Januar 2010 war es wieder soweit: Die Tür des Priesterseminars wurde weit geöffnet für die Armen, für "Bürger in sozialen Schwierigkeiten", wie sie selbst genannt werden wollen (kurz: BISS). Weit über 100 Gäste waren unserer Einladung gefolgt, also weit mehr als jene, die unsere tägliche Armenküche besuchen. Manch einer machte sich dazu extra fein (siehe Foto)! Am Beginn des Festes stand eine festlich gestaltete Vesper und wir hatten Mühe, alle in unserer Seminarkirche unterzubringen. Dabei war es bewegend, wie kräftig unsere Gäste die Psalmen und Lieder mitsangen. Das alte "Segne du, Maria" am Ende des Abendlobs erklang besonders inbrünstig und trieb manchem die Tränen in die Augen. Nachdem das Abendlob verklungen war und Regens Dr. Baur die Gäste alle willkommen geheißen hat, gab es eine kräftige gute Mahlzeit. Dabei wurden diese Menschen, die es nicht oft erleben, dass man sich ihnen liebevoll zuwendet, von den Seminaristen fürsorglich bedient. So wurde der Abend zu einer echten "Agape", einem Liebesmahl, das uns wieder einmal mit der vielfältigen Not in Berührung gebracht hat, die Menschen in unserer wohlhabenden Stadt erleiden. (BS) |
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 | Aktuelles Interview Wir möchten Sie, geneigter Besucher unserer Homepage, wieder einmal auf das aktuelle Interview aufmerksam machen, das diesmal mit Bernhard H. geführt wurde. Siehe Menüpunkt links oben! (BS) |
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