von Korbinian Stegemeyer

Jugendvesper am 04.05.18

Über vierzig Jugendliche und junge Erwachsene konnte die Seminargemeinschaft am vergangenen Freitagabend begrüßen! Einige von ihnen nahmen sogar schon zum wiederholten Mal an diesem Angebot teil, bei dem auf ein gemeinsames Essen ein Austausch in Gruppen und eine Gebetszeit folgt. Aber auch sie konnten nun eine Neuerung erleben: Zum ersten Mal fand das Taizé-Gebet vor und nicht nach den Workshops statt. Grund dafür war, dass drei Seminaristen am Ende des Gebets eine Pantomime aufführten. Diese sollte dann die Grundlage für das Gespräch in den Workshopgruppen bilden.

In blaues und rotes Licht getaucht und begleitet von dramatischer Musik bewegten sich die drei Schauspieler durch den Meditationsraum, in dem die Teilnehmer saßen und das Geschehen gebannt verfolgten. Einer von ihnen stellte Max dar, einen offensichtlich ganz und gar durchschnittlichen Jugendlichen. Er begegnet nicht nur dem in weiß gehüllten Jesus, den er nicht erkennt und dessen Angebote er ausschlägt, sondern auch dem stilsicher, aber sehr dunkel gekleideten Bösen, der ihn mit Geld, Sonnenbrille und Auto beschenkt. Die Pantomime endete damit, dass die in weiß gehüllte Gestalt verschwand und das bisher verhüllte Kreuz des Meditationsraums sichtbar wurde. Nun war eindeutig klar: Der Unerkannte und Abgelehnte war niemand anderes als Jesus!

Ausgehend von dieser Enthüllung konnte das Gespräch in den Gruppen beginnen: Kommt es auch in meinem Leben vor, dass ich Gott derart übersehe? Von einem Besucher der Jugendvesper erhielten wir bei der Begrüßung die Rückmeldung, dass diese Veranstaltung immer eine große Bereicherung sei. Wir hoffen, dass das auch bei diesem Mal der Fall war, und unsere Gäste nicht nur einen schönen Abend hatten, sondern die Frage nach dem verborgen anwesenden Gott auch mit in ihren Alltag nehmen. Zur nächsten Jugendvesper am 26. Oktober um 18.00 Uhr würden wir uns auf jeden Fall wieder über viele Gäste freuen!