von Georg Böckl-Bichler

Multi-Kulti-Truppe stürzt den Titelverteidiger – Hockeyturnier 2017

Frenetische „Uli“-Rufe, enthusiastische Fans an der Bande und um jeden Zentimeter kämpfende Spieler/innen auf dem Platz. Das waren wohl die bleibendsten Eindrücke vom diesjährigen Hockeyturnier im Münchner Priesterseminar. Fünf schlagkräftige Mannschaften hatten sich dazu in den sagenumwobenen Hallen der legendären „George-Road“ eingefunden, alle mit erfahrenen und gut vorbereiteten Teams.

Diese Ausgeglichenheit zeigte sich vor allem zu Beginn des Turniers. Die Mannschaft des Ausbildungszentrums für Pastoralreferenten/innen (ABZ) erspielte sich gegen die Erste Mannschaft des Priesterseminars (PSI) ebenso ein respektables Unentschieden wie das Team der externen Freunde des Hauses gegen die Mannen vom PS II. Nur der Titelverteidiger aus Moosach schien in einer eigenen Liga zu spielen. In herausragender Weise eilten die früheren Oberministranten aus dem Landkreis Ebersberg in der Gruppenphase von Sieg zu Sieg.

Um den Platz dahinter kam es im letzten Spiel der Vorrunde zu einem entscheidenden Duell um Platz zwei in der Tabelle, der einen Finalplatz garantierte. Die schwach gestarteten Mannen um Turniermanager Deepak Dhurway (PS II) traten als Außenseiter gegen ihre hausinternen Kollegen vom PS I an. Letztere erlaubten sich aber genau in diesem wegweisenden Match zu viele Fehler, die dann in einer deutlichen 3:7 Niederlage mündeten.

Somit stand das Finale der beiden Gruppenbesten fest: Titelverteidiger Moosach vs. PS II. Die zweite Mannschaft der Georgenstraße attackierte ihre Gegner nun früher als im Vorrundenmatch, nutzte die ungewohnten Schwächen im Kombinationsspiel des Moosacher Trios und war ihrerseits vor dem Tor eiskalt. Mit dem Treffer zum 5:3 markierte Georg Böckl-Bichler den Turniersieg vor heimischer Kulisse. Den vielumjubelten Assist dazu gab der flinke Dauerläufer Maximilian Schneider.

Bei der anschließenden Preisverteilung konnte daher ein international bunt gemischtes Team mit Spielern aus Indien, Österreich und Deutschland den Siegerpokal in die Höhe stämmen. Ganz leer ging aber keiner der Teilnehmer aus. Neben zuckerreicher Nervennahrung und der obligatorischen Nachfeier im Stüberl gab es noch einen Sonderpreis für den besten Torschützen des Turniers. Mit Lukas Hölscher ging diese Ehrung dann an einen Spieler aus der Moosacher Mannschaft. Die hat ihrerseits schon wieder Revanche für das Turnier im kommenden Jahr angekündigt. Für Spannung ist also gesorgt!